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Strong Dogs – Eine Zugnummer!

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Wir Windhundleute wissen, dass „schnell“ ein sehr relativer Begriff ist, besonders dann wenn einer unserer Hunde mal wieder Kreise um einen „Normalo“ gelaufen ist. Doch bei den Strong Dogs auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, waren zwei Teams dabei, die richtig Dampf gemacht haben. Und die hatten neben sich selbst noch einen Menschen auf einem Roller nach vorne zu bringen.

Für alle Fotos gilt wie immer: Bitte respektiert das Copyright!

Das Wetter war mies. Aber die Gelsenkirchener Trabrennnbahn liegt fast vor meiner Haustür, also gab ich dem Tag und meiner Neugier eine Chance. Zum Strong Dog Biathlon waren am Sonntag rund 140 Zughundgespanne am Start, die ich mir gerne ansehen wollte. Sie sind so anders als unsere Flitzpiepen. Obwohl, wenn ich mit Mono Fahrradfahren gehe, dann klappt er die Ohren an und gibt so viel Gas, dass ich kaum hinterher komme. Trabend wohlgemerkt.

Strong Dogs – Bikejöring, Dogscooter, Canicross

Die Gelsenkirchener Kiesbahn auf der üblicherweise die internationale Haute Volée der Traber ihre Runden dreht, ist 1200 Meter lang. Der anhaltende Regen hatte den Boden durchgeweicht. Zwei Runden, also 2,4 Kilometer mussten die Team mit dem Fahrrad, dem Scooter oder joggend mit ihren Hunden überwinden. Das war hart für alle Beteiligten.

Den Anfang macht das Bikejöring – Mensch auf Fahrrad, Hund an der Leine. Am Start war nicht zu überhören, dass die Hunde richtig Bock hatten, zu laufen. Jodelnd und bellend zerrten sie in ihren Geschirren. Ganz ähnlich wie sich die verrückten Renner in der Startbox aufführen.

Laufen, nicht Hetzen!

Auf einer Website über diesen Sport – die ich jetzt verdammt nochmal nicht wieder finde – las ich, dass ihn ausübend neben der Lauflust auch der Hetztrieb eines Hundes befriedigt wird. Das sehe ich, als mittlerweile erfahrene Hetzjägerhalterin ganz anders. Denn Hetzhunde brauchen immer ein Hetzobjekt, dessen Auftauchen beim Radfahren mit einem Hund generell unerwünscht ist. Während der Jagd ist ein Hetzjäger für Kommandos nicht empfänglich. Er entscheidet allein, welchen Weg er einschlägt, um seiner Beute zu folgen. An einem Fahrrad hinten dran zu hängen, ist dann kein Spaß. Reduzieren wir das Bikejöring also auf die Arbeit mit Zughunden, auf die Lauflust und das Ausdauertraining. Dann ist es eine feine Sache.

Die Scooter, schlicht Roller darf man die Dinger ja nicht mehr nennen, fand ich sehr lustig. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Bikejöring. Der Mensch muss sich nur anders bewegen, um dem Hund / den Hunden die nötige Hilfe zu geben. Zuggeschirr und eine flexible Antenne für die Leine sind hier ebenso Pflicht, wie bei der Fahrradtour.

Der Strong-Dog-Biathlon wurde veranstaltet vom Zughundezentrum Oberland „Der Hundling“ und dem Magazin „dog & sport“, Hausponsor ist die Agila Haustierversicherung.

Flötentöne vom Sportsfreund

Als die Gespanne mit zwei Hunden starteten, hatte ich schnell meine fotografischen Lieblinge des Tages entdeckt. Das waren nämlich genau die, die mit einem irrsinnigen Tempo locker alle anderen überrundeten. German Trailhounds – bis gestern wusste ich noch nicht einmal, dass diese Art von Zucht existiert. Der FCI erkennt die „Rasse“ nicht an, die ursprünglich eine bunte Mischung aus Pointer, Alaskan Husky, Deutsch Kurzhaar und Greyhound ist. Heute in Linie gezogen, werden die Hunde stark auf den Sport selektiert. Es mag ja sein, dass diese Tierchen hart im Nehmen sind, aber ich habe mit ihrer Haltung, zumindest bei diesem Sportsfreund das eine oder andere Problem. Da helfen auch die Flötentöne nichts. Doch das sind ganz sicher nur die persönlichen Befindlichkeiten einer Whippethalterin sein.

Nasse Füße und Nieselregen

Die Kulisse an Start und Ziel war mir viel zu unruhig für ordentlich Fotos, deshalb begab ich mich flott zu einer der leicht überhöhten Kurven. Beim Trabrennen ist es aus gutem Grund streng verboten, im Infield zu fotografieren, doch am Sonntag konnte ich die Gelegenheit nutzen und mich direkt an die Bahn hocken. Einige Gespanne zogen mit hohem Tempo an mir vorbei, anderen wiederum wurde die Strecke ganz offensichtlich sehr lang. Das mochte einerseits an dem schweren Boden und andererseits an der in wenigen Fällen sehr unglücklichen Gewichtsverteilung zwischen Hund und Mensch gelegen haben. Aber jeder in seinem Tempo. Durchhalten war die Devise und Ankommen natürlich.

1 Kommentar

  1. Petra Renken

    Wie cool ist das denn, eine Bahn für den doctor speed wow. Ich wohne zwar in Bremen werde aber versuchen da mal hin zu kommen. Lg Petra

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